Wenn die maschieren, werden wir blockieren! Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern!

Sowohl für den 12. als auch den 19. Januar 2013 hat die faschistische „Initiative gegen das Vergessen“ Aufmärsche in Magdeburg angemeldet. Bereits seit 1999 finden diese „Gedenkmärsche“ in Magdeburg (fast) jährlich statt. Damals nahmen zwanzig teil, 2012 schon 1300. Auch dieses Mal ist wieder mit mindestens tausend Nazis zu rechnen.

Das Bündnis „ Magdeburg Nazifrei“ ruft dazu auf, den Naziaufmarsch durch Blockaden zu verhindern! 12.01.2013, 9:00 Hauptbahnhof Magdeburg

Infoveranstaltung mit Magdeburg Nazifrei am 08.01.2013 um 19 Uhr im Antifaschistischen Café

Hintergrund der Mobilisierung der Nazis nach Magdeburg ist die Bombardierung der Stadt durch die Alliierten 1945. Dabei beziehen sie sich nur auf „deutsche Opfer“, ignorieren die Kriegsverantwortung des faschistischen Deutschlands und dessen millionenfache Opfer und verdrehen die geschichtlichen Tatsachen völlig. So war auch Magdeburg für das NS-Regime ein wichtiger Umschlags- und Verkehrsknotenpunkt, Standort der Rüstungsproduktion und ein Industriestandort, an dem mehrere Tausend Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen in Arbeits- und KZ-Außenlagern ausgebeutet wurden und viele von Ihnen umkamen.

Der jährliche Naziaufmarsch in Dresden, der den selben Anlass hatte, war über Jahre hinweg der größte in ganz Europa mit bis zu 7000 Teilnehmenden. Doch jedes Jahr gingen auch immer mehr Menschen gegen das Nazigedenken auf die Straße und schafften es 2010 zum ersten Mal, dieses durch Blockaden zu stoppen. Auch 2011 konnte dieser Erfolg dank eines breiten, spektrenübergreifenden Bündnisses und tausender NazigegnerInnen wiederholt werden. Für 2012 zogen die Nazis ihre Anmeldung dann zurück, und auch 2013 wird ihr „Trauermarsch“ höchstens regional mobilisiert im kleinen Rahmen bleiben. Damit ist der „Trauermarsch“ in Magdeburg zu einem der zentralen Ereignisse für die bundesdeutsche Naziszene geworden. Dass es gelungen ist, dieses faschistische Großevent aus Dresden zu verdrängen, basiert vor allem auf einem breiten Bündnis, das sich weder durch Repression noch Medienhetze hat spalten lassen, und dem Aktionskonsens der Massenblockaden. Auch in Magdeburg können wir das erreichen!

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