Protestaktion vor dem Einkaufscenter „Weisses Ross“

rossAm Samstag verteilten mehrere AntifaschistInnen vor dem Einkaufscenter „Weißes Ross“ an der Celler Straße Flugblätter um die KundInnen auf einen Übergriff von Nazis aufmerksam zu machen, der dort am 21.1.2016 stattfand. Hier der Text des verteilten Flugblattes:

Nazi-Attacke vor dem „Weißen Ross“
In den letzten Wochen haben Aktivisten der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ (JN) wiederholt vor dem Einkaufscenter „Weißes Ross“ Propagandaflugblätter verteilt. Am Donnerstag (21.1.2016) wurde eine Person, die gerade einkaufen wollte, von den verteilenden Nazis bedroht, geschubst und durch das Einkaufscenter verfolgt, nachdem sie eines der rassistischen Flugblätter zerrissen hatte. Bisher hat weder das Management des Einkaufscenters, noch der dort tätige Sicherheitsdienst, noch die Polizei offensichtlich etwas gegen die dort regelmäßig verteilenden Nazis unternommen. Und obwohl ein Security-Mitarbeiter die Attacke beobachtet hatte, griff er nicht ein. Klar ist, dass die verteilenden Nazis eine konkrete Bedrohungssituation für Kundinnen und Kunden darstellt. Insbesondere gilt das natürlich für MigrantInnen oder Geflüchtete oder – wie in diesem Fall – für Menschen, die deutlich ihre Ablehnung gegenüber den Nazis zeigen. Denn das die JN-Anhänger durchaus gefährlich sind, ist nichts Neues: Während die NPD, gegen die derzeit bundesweit ein Verbotsverfahren läuft, in Braunschweig kaum öffentlich aktiv ist, tritt deren Jugendorganisation umso aggressiver und militanter auf. Zwei Beispiele: Am 9.9.2015 versuchten JN-Anhänger eine Vorführung des Films „Blut muss fließen – Undercover in der Rechtsrockszene“ im städtischen „Haus der Kulturen“ zu stören. Am 5.12.2015 attackierten JN-Anhänger Teilnehmer*innen einer Protestkundgebung des Bündnis gegen Rechts am Nibelungenplatz mit Pfefferspray. Mit dem Verteilen von Propagandamaterial an zahlreichen Braunschweiger Schulen, durch Infostände, Schulungen und kleineren Aktionen versucht die JN sich seit Gründung ihres „Stützpunktes Braunschweig“ im August 2014 hier zu verankern. Zielgruppe der JN sind dabei insbesondere Jugendliche, die bereits ab 14 Jahren Mitglied werden können.
Viele der Schulungen und Treffen der JN finden in der Ludwigstraße 32 statt, wo der JN-Aktivist Sebastian Weigler wohnt. Dieser war auch am Vorfall vor dem „Weißen Ross“ beteiligt.

Wenn Nazis gegen Flüchtlinge hetzen: Greift ein!
Wenn Nazis Menschen bedrohen oder angreifen: Greift ein!
Antifaschistisches Plenum – Januar 2016
www.antifacafe.de.vu

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